1984: Zapfenstreich im Schloßpark

Zapfenstreich grundsätzlich im Schloßpark ! Seit 1984 galt diese Devise. Dahinter standen keine Sparbemühungen. Der Marsch auf den Schloßplatz war der Marsch ins absolute Zentrum Winsens hin zum Winsener Publikum.
In den zurückliegenden Jahren hatte sich immer stärker gezeigt, daß die Schützen längst nicht mehr alle in der Innenstadt wohnten, wie es einst gewesen war. Um das Spektakel des Großen Zapfenstreichs möglichst vielen Mitbürgern zugänglich zu machen, empfahl es sich in der Tat, ins Stadtzentrum zu gehen. Ein wichtiges Stück Öffentlichkeitsarbeit des Schützenkorps.
Gunter Oppermann, der König von 1982, hatte 1983 seinen Zapfenstreich noch vor der Haustür bekommen. Wer diese Haustür finden wollte, mußte sich schon auskennen in den Terminen des Schützenkorps und in Winsen-Süd. Im Hugo-Haase-Weg 15 wurde der feierliche Zapfenstreich intoniert.
Horst Braker war der erste König, der unter das neue Reglement fiel. Nicht der erste mit dem Zapfenstreich auf dem Schloßplatz. Im Jubiläumsjahr 1973 hatte man den Zapfenstreich aufwerten wollen, und so hörte denn König Manfred Windt seinen Zapfenstreich im bevorzugten Rund zwischen Rathaus, St.-Marien-Kirche, Schloß, Kreishaus und Marstall. Das Heeresmusikkorps 6 aus Hamburg unter Leitung von Oberst Gummelt spielte.
Auch 1983 hatte man eine vorzügliche Kapelle neben dem perfekten Spielmannszug des TSC Winsen. Das Blasorchester Sprötze unter seinem so überaus agilen Dirigenten Eugen Ege war verpflichtet worden.
Zudem wurden die Winsener Majoretten aufgeboten. Sie unterhielten die Wartenden, bis das weite Karree die Marschmusik und die langen Kolonnen der Schützen einzogen.
Zur Premiere wurden zwar Regenwolken gesichtet, sie hielten aber dicht. Während des erhabenen Schauspiels blieb es trocken.