1971: Dazu ein Vogelschießen

Die meisten der Neuerungen seit 1970 hatten mit dem Schießsport zu tun. Der sollte einerseits auf ein breiteres Fundament gestellt werden. Andererseits sollten die Schießtalente im Verein stärker gefördert werden.
Das 1971 eingeführte Vogelschießen wandte sich vorwiegend an die Traditionsschützen. Niemand im Schützenkorps Winsen kannte noch aus eigener Anschauung das Winsener Vogelschießen. Da mußte man schon nachlesen, um zu wissen, daß Anno 1888 auf den Vogel geschossen worden war und daß die Bürgerwehr, die Vorgängerin des Schützenkorps, ebenfalls das Vogelschießen gekannt hatte.
Nun also am 16 Januar 1971 erstmals wieder ein Vogelschießen. Die Absicht der Kommission war es, in die Jahreshälfte ohne Schießwettbewerbe - also vor dem Anschießen im Frühjahr und nach dem Abschießen im Herbst - einen attraktiven Schießtermin zu legen. Und siehe da, der neue Termin wurde angenommen.
1971 holte Hans Wehmann den Rumpf des Vogels herunter. Geschoßen wurde übrigens von den Kleinkaliberständen aus auf den etwa in der Mitte der Schießbahnen aufgestellten Vogel.
1971 gab es nur einen Vogelkönig. Aber dazu gesellte sich bald die Vögelkönigin. Ein dritter Vogel wurde für die Jugendabteilung installiert.
Woher die Vögel nehmen? Mehrere Schützen mit handwerklichen Fähigkeiten stellten sich in den Dienst der guten Sache, bauten Vögel und betätigten sich mehr oder minder als Sponsoren. Insoweit dich vor allem die Namen Kurt Simoleit, Hans-Dieter Fricke und Gerhard Schlumbom zu nennen.
Anfangs endete das Vogelschießen in einem Ball. Später steckte man zurück und setzte sich zu einem gemeinsamen Essen zusammen.